Fehde der Giganten: Trump und Musk im Schlagabtausch über Steuergesetz
Die langanhaltende Rivalität zwischen Donald Trump, dem ehemaligen US-Präsidenten, und Elon Musk, dem Tech-Milliardär und einstigen Trump-Berater, erreicht einen neuen Höhepunkt. Während beide in den sozialen Medien mit scharfen Worten aufeinander losgehen, steht erneut das kontroverse Steuer- und Ausgabengesetz im Mittelpunkt ihres Disputs. Trump hatte Musk auf der Plattform Truth Social scharf kritisiert und behauptet, Musk sei auf staatliche Subventionen angewiesen und würde ohne diese vermutlich seine Geschäfte einstellen müssen.
Musk ließ sich nicht lange bitten und feuerte in einer Reihe von Beiträgen über das Steuer- und Ausgabengesetz, das derzeit im Senat verhandelt wird, zurück. Er richtete sich direkt an die Mitglieder des Kongresses und bezichtigte sie der Verlogenheit. Musk prophezeite denjenigen Politikern, die trotz anderslautender Wahlversprechen für das größte Schuldengesetz stimmten, den Verlust ihrer Vorwahlen im kommenden Jahr und machte deutlich, dass er entschlossen sei, für seine Überzeugungen zu kämpfen.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist Trumps Bestreben, durch das Gesetz zentrale Wahlversprechen umzusetzen. Musk hingegen fordert radikalere Kürzungen der Staatsausgaben. Der Streit mündete in einem regelrechten Schlagabtausch, der Trump dazu veranlasste, weitergegenüber republikanischen Kritikern Druck auszuüben. Trotz Musks scharfer Kritik an den Ausgaben des Gesetzentwurfs, die er als "irrsinnig" bezeichnete, hält Trump unbeirrt an seiner Agenda fest.
Ein weiteres Thema der Kontroverse ist das sogenannte EV-Mandat in Kalifornien, das den Verkauf von Verbrennerfahrzeugen ab 2035 verbietet. Während Trump dieses Programm stoppte, bleibt Musk mit seiner Idee einer neuen politischen "America Party" in den sozialen Medien präsent. Die Partei der Mitte soll eine Antwort auf die bestehenden politischen Verhältnisse sein – ein weiterer Aufruf Musks zur politischen Erneuerung.

