FedEx überrascht mit soliden Quartalszahlen – Aktienkurs steigt
Die Aktien des Paketdienstleisters FedEx stiegen im vorbörslichen Handel um 5%, nachdem das Unternehmen einen Gewinn- und Umsatzanstieg im letzten Quartal verbuchen konnte. Diese positive Entwicklung kommt trotz der Unsicherheiten durch Zölle und dem Wegfall der "de minimis"-Befreiung bei geringwertigen Sendungen.
FedEx konnte seine Gewinne durch rigorose Kostensenkungsmaßnahmen schützen, darunter die Stilllegung von Flugzeugen, die Schließung von Einrichtungen und die Fusion einiger Einheiten. Das Unternehmen plant für das laufende Geschäftsjahr, das im Mai 2026 endet, Einsparungen in Höhe von 1 Milliarde USD.
Ein weiterer Treiber des Erfolgs war der Anstieg des durchschnittlichen täglichen Volumens im Inland um 5%. Auch die operative Marge, ein wichtiger Erfolgsindikator, verbesserte sich von 5,2% auf 6%, was auf eine anhaltend robuste Nachfrage der US-Verbraucher hindeutet.
Analysten von J.P. Morgan äußerten sich positiv überrascht über die soliden Ergebnisse von FedEx angesichts der vielfältigen Herausforderungen, mit denen das Unternehmen konfrontiert war.
Auch die Aktien des Konkurrenten United Parcel Service legten um mehr als 1% zu.
FedEx verzeichnete einen Anstieg des bereinigten Gewinns pro Aktie auf 3,83 USD, was die Wall-Street-Analysten überraschte, die aufgrund des Endes der "de minimis"-Befreiungen mit einem Rückgang der Erträge gerechnet hatten.
Jedoch hat die Abschaffung der Zollvergünstigungen bei Sendungen aus China und Hongkong die Einnahmen im ersten Quartal um 150 Millionen USD reduziert, ein Effekt, der sich in diesem Jahr voraussichtlich jedes Quartal wiederholen wird. Diese und andere Herausforderungen summieren sich laut Brie Carere, Chief Customer Officer, auf einen Gegenwind von 1 Milliarde USD bis zum Geschäftsjahr 2026.
Während die Volumina bei internationalen Exporten um 3% sanken, stiegen das durchschnittliche tägliche Volumen insgesamt um 4% und der Erlös pro Paket um 2%.
FedEx wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 11,83 auf die projizierten 12-Monats-Zukunftsgewinne gehandelt, im Vergleich dazu steht UPS bei 12,04. Trotz dieser positiven Nachrichten entwickeln sich beide Unternehmen hinter dem breiteren Markt, da die industrielle Nachfrage abnimmt und Kunden verstärkt auf günstigere Bodenversandoptionen setzen.

