Fedex trotzt Gewinnüberraschung: Aktienkurs tritt dennoch auf der Stelle

Trotz einer erfreulichen Gewinnentwicklung im letzten Quartal konnte der Aktienkurs des Paketdienstleisters Fedex die Marktteilnehmer nicht weiter beeindrucken. Nach einer beachtlichen Erholung seit Oktober, bei der der Kurs um nahezu 28 Prozent stieg, gingen die Fedex-Papiere am Freitag um fast zwei Prozent auf 281,74 US-Dollar zurück.
Analysten sprechen von einer ausgeglichenen Bilanz für das Jahr 2025, doch gleichzeitig lasten Kostendruck und strukturelle Herausforderungen auf dem Unternehmen. Der JPMorgan-Analyst Brian Ossenbeck beschreibt den neuesten Quartalsbericht als eine Mischung aus Licht und Schatten. Auf der einen Seite stehen überraschend positive Gewinnzahlen und ein optimistischerer Ausblick für das laufende Jahr, auf der anderen Seite belasten weiter die Probleme mit der MD-11-Flotte. Nachdem die US-Luftsicherheitsbehörde im November ein Flugverbot für die MD-11-Frachtmaschinen nach einem Unfall bei UPS verhängte, bleibt Fedex mit Herausforderungen bei der Flottenmodernisierung konfrontiert. Dies könnte das Unternehmen letztlich dazu zwingen, in den Ersatz oder die Aufrüstung dieser Maschinen zu investieren.
Indessen blickt man bei Mitbewerber DHL durchwegs positiv in die Zukunft. JPMorgan-Analystin Alexia Dogani hebt hervor, dass sich die Preis- und Volumentrends bei DHL Express weiterhin positiv entwickeln, was insbesondere Rückenwind für die Hauptsaison bedeuten könnte. Am Freitag zählten die DHL-Aktien mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 46,83 Euro zu den Favoriten im Dax. Es wird erwartet, dass die Aktien 2025 ein Kursplus von fast 38 Prozent verzeichnen werden.
Für den Mitbewerber UPS verlief der Handel am Freitag dagegen rückläufig, wobei die Aktien um 1,2 Prozent nachgaben. Somit scheint die Luft im Wettbewerb der großen Logistikdienstleister weiterhin turbulent zu bleiben.

