Fed-Entscheidungen: Zinssenkungen in Sicht, aber Uneinigkeit bleibt
Die Federal Reserve hat jüngst ihre prognostizierten Zinssätze veröffentlicht, die weiterhin von zwei Zinssenkungen in diesem Jahr ausgehen, was unverändert zur Einschätzung im März bleibt. Dabei zeigt sich jedoch ein zunehmender Konsensunterschied innerhalb der Fed - nicht jeder ist sich über den nächsten Schritt in Bezug auf die Zinsen einig.
Die Fed verkündete am Mittwoch, dass sie ihren Leitzins in einer Spanne von 4,25% bis 4,5% hält. Dies war das vierte Treffen in Folge, bei dem die Zinsen nicht angehoben wurden, nachdem sie im Dezember um 0,25% gesenkt wurden.
Zusätzlich zu dieser Ankündigung hat die Fed aktualisierte Wirtschaftsprognosen in ihrer Projektsammlung veröffentlicht. Diese Prognosen sehen ein Ansteigen der Inflation und Arbeitslosigkeit bis Ende des Jahres vor, während die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum gesenkt wurden.
Man geht davon aus, dass der Leitzins der Fed bis Ende des Jahres auf 3,9% fallen wird, was mit der früheren Prognose im März übereinstimmt. Für 2026 erwarten die Verantwortlichen eine weitere Zinssenkung, im Gegensatz zu den zwei damals vorausgesagten Kürzungen für das nächste Jahr.
Besonders hervorstechend war die Prognose, dass sieben FOMC-Mitglieder in diesem Jahr keine Zinsänderung sehen. Dies deutet auf eine härtere Haltung hin, verglichen mit März, als nur vier Mitglieder keine Änderung erwarteten. Zudem sehen zwei FOMC-Mitglieder lediglich eine Zinssenkung in diesem Jahr vor.
Diese aktualisierten Vorhersagen lassen darauf schließen, dass die Fed weiterhin vorsichtig agieren wird, da die Verantwortlichen versuchen, die sich wandelnde Handelspolitik der Trump-Administration und andere unbekannte politische Faktoren zu verstehen.
Unterdessen sorgen Ängste vor Stagflation, einem düsteren wirtschaftlichen Szenario, für Unruhe auf den Märkten. Die neuesten Projektionen verstärken diese Befürchtungen zusätzlich.

