FCC gegen Disney und ABC: Kampf um freie Meinungsäußerung unter Druck
Brendan Carr, der führende Kopf der Kommunikationsaufsichtsbehörde FCC, steht im Zentrum einer brisanten Debatte um die Grenzen der freien Meinungsäußerung in den USA. Nachdem Komiker Jimmy Kimmel scharfe Kritik an den Reaktionen der Republikaner auf die Ermordung des konservativen Kommentators Charlie Kirk geübt hatte, deutete Carr an, dass die FCC möglicherweise die Sendelizenzen von ABC kündigen könnte. Diese Bemerkungen werfen ein grelles Licht auf die zunehmende Bereitschaft der Trump-Administration, staatliche Macht einzusetzen, um Ziele zu erreichen und Konzernamerika auf Linie zu bringen.
Brendan Carr hat sich wiederholt gegen staatliche Zensur ausgesprochen und bezeichnete politische Satire als eine der ältesten und bedeutendsten Formen der Meinungsfreiheit. In einem Podcast betonte er jüngst den 'sehr ernsten' Charakter der Angelegenheit für Disney, den Mutterkonzern von ABC, und skizzierte mögliche Konsequenzen für Kimmels Show.
Im Lichte dieser Ereignisse hat ABC Kimmels Show vorerst aus dem Programm genommen, ohne genaue Gründe zu nennen. Zudem plant der ABC-Ableger Nexstar als Reaktion auf den Druck der FCC, Kimmels Sendung auf unbestimmte Zeit zu unterbrechen. Nexstar verfolgt derzeit die Übernahme eines konkurrierenden Unternehmens, die von der FCC genehmigt werden muss. Carr lobte Nexstar öffentlich für diesen Schritt und ermutigte andere Fernsehsender, nachzuziehen.
Ehemaliger Präsident Barack Obama äußerte sich kritisch zu den jüngsten Entwicklungen und warf der Trump-Administration vor, eine gefährliche neue Ebene der Cancel Culture erreicht zu haben. Trotz Car's Aussagen für Meinungsfreiheit sehen Kritiker diese Entwicklungen als eine Bedrohung für unabhängigen Journalismus.

