FCA beschleunigt Krypto-Bewilligungen trotz rückläufiger Antragszahlen
Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat ihre Effizienz in der Bearbeitung von Krypto-Registrierungsanträgen erheblich gesteigert. Seit 2023 wurde die Bearbeitungszeit um 69 % reduziert. Angesichts eines Rückgangs der Antragstellungen um 43,5 % über die letzten zwei Jahre stellt dies eine bemerkenswerte Entwicklung dar.
Im Zuge eines Antrags auf Informationsfreiheit durch die in London ansässige internationale Anwaltskanzlei Reed Smith veröffentlichte die FCA Daten zu Antragszahlen seit dem Finanzjahr 22/23. Diese zeigen einen Rückgang der erfolgreichen Anträge von acht im Jahr 22/23 auf sechs im Jahr 23/24 und schließlich auf drei im Jahr 24/25. Parallel dazu sanken die Gesamtanträge von 46 im Jahr 22/23 auf 28 im Jahr 23/24 und danach auf 26 im Jahr 24/25.
Die FCA verzeichnet zudem eine sinkende Genehmigungsrate, die von 17,4 % im Jahr 22/23 auf 11,5 % im Jahr 24/25 fiel. Trotz dieser Zahlen wird die schnellere Bearbeitung von Branchenvertretern begrüßt. Anerkennung erhält die FCA auch für die interne Stärkung ihres Wissens und ihrer Ressourcen, was den Genehmigungsprozess beschleunigt.
Auch Rückzüge von Anträgen nahmen ab, von 70 im Jahr 22/23 auf 15 im Jahr 24/25. Dies lobt Simon Jennings vom UK Cryptoasset Business Council als Fortschritt. Allerdings bleibt die Wahrnehmung langer und zögerlicher Prozesse bestehen, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen.
Gemäß Reed Smith könnte der Rückgang der Anträge mit den neuen, strengen Gesetzesvorhaben der britischen Regierung zusammenhängen. Einige Unternehmen pausieren möglicherweise, um die Entwicklungen abzuwarten. Reed Smith warnt, dass die Entwicklung einer vollständigen Zulassung einen erneuten Antrag nach sich ziehen könnte.
Aktuell initiiert die FCA eine Konsultation zur Einführung neuer Mindeststandards für Krypto-Unternehmen, um den Sektor wettbewerbsfähiger zu gestalten. Eine optimierte Transparenz im Antragsverfahren könnte hierbei helfen, wie Jennings anregt.

