Eurozone-Industrie zeigt erste Erholungszeichen: PMI erreicht 34-Monatshoch
Die Industrieunternehmen der Eurozone erleben einen leichten Stimmungsaufschwung, der stärker ausfiel als zunächst angenommen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global verzeichnete im Juni einen Anstieg um 0,1 Punkte und erreichte damit 49,5 Punkte. Dies stellt ein 34-Monatshoch dar, wie aus einer zweiten Schätzung hervorgeht. Ursprünglich hatte man 49,4 Punkte ermittelt, mit der neuen Schätzung wurden Erwartungen der Experten übertroffen. Der Indikator blieb jedoch unter der 50-Punkte-Marke, die für eine gesteigerte wirtschaftliche Aktivität steht.
Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, interpretiert die Daten als Stabilisierung des produzierenden Gewerbes. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde die Produktion gesteigert, während der Auftragseingang nicht weiter rückläufig ist. Dies zeugt von einer anziehenden Nachfrage. Trotz der anhaltenden Unsicherheiten, wie den US-Zöllen, der Nahost-Krise und dem Ukraine-Konflikt, ist dies ein Zeichen der Robustheit der Industrie.
De la Rubia führt dies auch auf einen anderen Faktor zurück: Nach länger andauernder Rezession kommt der Moment, in dem Unternehmen in neue Maschinen investieren müssen und Modernisierungen, etwa von Fabrikgebäuden, nicht länger aufschiebbar sind.

