EuroStoxx 50 schwächelt – Unsicherheit im Zollstreit belastet Märkte
Nach zwei erfolgreichen Handelstagen verzeichnete der EuroStoxx 50 erneut Verluste. Die bevorstehende Entscheidung im Handelskonflikt mit den USA löste am Freitag Nervosität unter den Investoren aus. Die Frist von drei Monaten, die der ehemalige Präsident Donald Trump für einen möglichen Handelsdeal gesetzt hatte, endet Mitte nächster Woche. Dies bedeutet, dass entweder eine Einigung erzielt wird oder die US-Importzölle für die Europäische Union steigen könnten, erklärte Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck.
Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, betonte, dass die Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und der EU schwer vorhersehbar seien. Eine rechtzeitige Einigung sei ungewiss, was die Märkte weiter verunsichert.
Der Eurozonen-Leitindex verlor 1,02 Prozent und landete bei 5.288,81 Punkten. Betrachtet man die gesamte Woche, ergibt sich ein Rückgang von 0,7 Prozent. Anders entwickelte sich der Schweizer SMI, der nur leicht auf 11.972,41 Punkte fiel. Offenbar stehen die USA und die Schweiz kurz vor einem bilateralen Handelsabkommen, berichtete Bloomberg. Ein bevorzugter Status bei nationalen Sicherheitsprüfungen könnte der Schweiz helfen, Zölle auf Pharmalieferungen zu vermeiden.
Diese Nachrichten sorgten auch in Großbritannien für etwas Optimismus. Der britische FTSE 100, auch „Footsie“ genannt, konnte seine morgendlichen Verluste fast vollständig wettmachen und ging lediglich leicht schwächer bei 8.822,91 Punkten aus dem Handel.

