Europe's Verantwortung: Schutzschild für die Ukraine
Die Sicherheit der Ukraine nach einem möglichen Friedensschluss mit Russland steht im Fokus europäischer und amerikanischer Debatten. Der frühere Befehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, betonte die Notwendigkeit einer robusten Sicherheitsstrategie, die nur durch die Stationierung Tausender europäischer Soldaten in der Ukraine erreicht werden könne. Diese sollten, in Zusammenarbeit mit den USA, durch ihre Präsenz echten Druck auf Moskau ausüben und mit klaren Einsatzregeln ausgestattet sein.
Hodges hob hervor, dass die Soldaten befugt sein müssten, im Falle einer Provokation durch russische Raketen oder Drohnen zurückzuschlagen, um Moskau von weiteren Aggressionen abzuhalten. In der EU und Deutschland wird nach dem Ukraine-Gipfel in Washington verstärkt über effiziente Sicherheitsgarantien für die Ukraine diskutiert. Hodges warnte, dass Moskau diese Garantien testen werde.
Nur durch die Integration von westlichen Soldaten, die mit Luftabwehr und Langstreckenwaffen ausgestattet sind, in die ukrainischen Verteidigungsstrukturen könne eine wirksame Abschreckung erreicht werden. Er verwies auf die Vereinbarungen von Minsk 1 und 2, die trotz ständiger Beobachtung wirkungslos waren, da die Waffenruhe täglich verletzt wurde.
Gleichzeitig äußerte er Zweifel an der amerikanischen Entschlossenheit, tatsächlich zur Sicherheit der Ukraine beizutragen. In den vergangenen Monaten habe US-Präsident Donald Trump viele Ankündigungen gemacht, jedoch kaum umgesetzt. Am Dienstag hatte Trump US-Truppen ausgeschlossen, um einen Frieden in der Ukraine zu garantieren, was wiederum Hodges' Skepsis gegenüber den USA bekräftigte.

