Europas Wirtschaft im Fokus: Unternehmensgiganten fordern bessere Investitionsbedingungen
Europas Wirtschaft steht am Scheideweg: Eine Gruppe von 28 führenden europäischen Unternehmen, darunter Branchen-Schwergewichte wie Siemens, Thyssenkrupp und RWE, hat angekündigt, ihre Investitionen auf dem Kontinent bis 2030 signifikant steigern zu wollen. Vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Innovation verbessern sich, könnten Investitionen um 50 Prozent erhöht werden. Dies verlautbarten die Firmen in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.
Die Unternehmen drängen auf eine Reduzierung von Bürokratie und Binnenmarkthürden sowie auf eine schnellere Elektrifizierung und Stärkung der Verteidigungsindustrie. Private Investitionen sollen durch gezielte Anreize gefördert werden. Diese Forderungen wurden kürzlich bei einem Treffen in Kopenhagen an hohe politische Vertreter wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron übergeben.
Der Investitionsbedarf Europas ist immens: Bis zu 800 Milliarden Euro zusätzlich könnten bis 2030 erforderlich sein. Durch die Erhöhung der Investitionstätigkeit der großen europäischen Unternehmen könnte diese Lücke gefüllt werden. Die Unternehmen stehen derzeit unter dem Druck von hohen US-Zöllen, Konkurrenz aus China und Sicherheitsrisiken. Zudem belasten interne Herausforderungen wie überbordende Regulierung, langwierige Genehmigungsverfahren und ein eingeschränkter Zugang zu bezahlbarer grüner Energie die europäische Industrie.
Die Liste der unterzeichnenden Konzerne liest sich wie ein Who's Who der europäischen Spitzenindustrie und umfasst unter anderem auch Airbus, SAP und Siemens Energy.

