Europas Märkte: Ruhe kehrt ein, Autosektor unter Druck

Am Freitag konnten Europas Börsen moderate Gewinne verbuchen, nachdem sich die Märkte kurz vor dem Wochenende beruhigt hatten. Besonders bemerkenswert war die Stabilisierung an den Märkten für Edelmetalle und Kryptowährungen, während sich die Zahl der bekanntgegebenen Quartalszahlen in Grenzen hielt.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,46 Prozent und erreichte 5953,12 Punkte. In Großbritannien blieb der Leitindex FTSE 100 hingegen nahezu unverändert, während der Schweizer SMI um 0,42 Prozent auf 13.408,95 Punkte nachgab.
Die Autowerte standen am Freitag unter Druck. Der Kurs von Stellantis, bereits von der jüngsten US-Elektroauto-Kehrtwende belastet, stürzte um 23 Prozent ab. Der Fiat-und-Chrysler-Mutterkonzern schrieb rote Zahlen und setzte die Dividende aus, nachdem Abschreibungen von fast 22 Milliarden Euro nötig wurden. Analysten bei Jefferies beschrieben die Folgebelastungen als rekordhaft, was auch Renault und Volkswagen belastete.
Erfreulicher gestaltete sich die Situation im Bausektor, allen voran für Vinci. Der französische Infrastrukturkonzern übertraf mit hervorragenden Zahlen für das Vorjahr deutlich die Erwartungen. Analysten lobten insbesondere den hohen freien Barmittelzufluss von sieben Milliarden Euro. Die Aktie sprang um 7,7 Prozent nach oben.
Im Bankensektor zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Societe Generale verzeichnete trotz eines starken Geschäftsjahres 2025 und geplanter Dividenden- sowie Aktienrückkäufe ein Minus von 4,5 Prozent, da sich über die letzten Monate Bremsspuren beim Kurs zeigten. Die UBS musste ebenfalls Federn lassen, nachdem Analysten die Aktie herabstuften; Chris Hallam von Goldman Sachs äußerte sich skeptisch über das künftige Potenzial.

