Europas Automarkt unter Druck: Neuzulassungen rückläufig
Im Juni zeichnete sich auf dem europäischen Automarkt ein merklicher Einbruch der Pkw-Neuzulassungen ab, ausgelöst durch ein anspruchsvolles Branchenumfeld. Der europäische Automobilherstellerverband Acea berichtete von einem Rückgang um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, mit Neuzulassungen von über einer Million Fahrzeugen.
Das erste Halbjahr zeigte ebenfalls eine Abnahme um 1,9 Prozent, was einem Volumen von knapp 5,6 Millionen Fahrzeugen entspricht. In diesem Zeitraum erlangten batterieelektrische Fahrzeuge einen Marktanteil von 15,6 Prozent, belegten jedoch nur den dritten Platz. An der Spitze stehen nach wie vor Benziner mit einem Anteil von 28,4 Prozent, obwohl deren Zulassungen um über 20 Prozent gesunken sind. Besonders bemerkenswert: Im ersten Halbjahr 2024 lag ihr Anteil noch bei 35,4 Prozent.
Aus Unternehmenssicht ging der Volkswagen-Konzern im Juni mit einem Rückgang der Neuzulassungen um 7,8 Prozent auf etwa 270.800 Fahrzeuge hervor, behielt aber seinen Marktanteil stabil. Im Gegensatz dazu steigerte BMW seine Zulassungen um 11,6 Prozent auf rund 69.600 Autos, wodurch der Marktanteil um 1,2 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent wuchs.
Ein weiteres Lichtblick bietet Mercedes-Benz, welches ein Zulassungsplus von 2,0 Prozent auf über 54.600 Fahrzeuge verzeichnen konnte, was ihren Marktanteil um 0,5 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent anwachsen ließ.

