Europas Asyldebatte: Ein Spiegel der Doppelmoral
Die Diskussion um Asyl-Zurückweisungen in Europa ist geprägt von einer gewissen Doppelmoral, die sowohl national als auch international sichtbar ist. Innerhalb der SPD gibt es zahlreiche Stimmen, die den bestehenden Koalitionsvertrag kritisieren.
Dies zeigt sich insbesondere in Anbetracht der Haltung der europäischen Nachbarn. Länder wie Polen, Österreich und die Schweiz stehen der Praxis der Asyl-Zurückweisungen kritisch gegenüber, obwohl einige dieser Staaten selbst nicht davor zurückschrecken, an ihren Grenzen illegale "Pushbacks" durchzuführen.
Ein Blick zurück in die Geschichte verdeutlicht, dass auch Österreich im Jahr 2015 bereits solche Maßnahmen umgesetzt hat. Die aktuelle Lage wird zusätzlich dadurch verkompliziert, dass Italien bislang kaum Asylsuchende aus Deutschland zurückgenommen hat, obwohl diese über Italiens Außengrenzen in die Europäische Union gelangt sind.
Eine solche Praxis verstößt gegen die geltenden rechtlichen Bestimmungen und wirft die Frage auf, wie ernst die Einhaltung des europäischen Asylrechts genommen wird. Hinter der Fassade politischer Diskussionen bleibt die Realität, dass die Herausforderungen der Migration eine kohärente und rechtssichere Lösung erfordern.
Die derzeit kursierende Kritik enthüllt die Spannungen zwischen der Notwendigkeit, internationale Vereinbarungen einzuhalten, und dem Bestreben, nationale Interessen zu schützen.

