God of War Sons of Sparta sperrt Koop-Modus hinter Storydurchlauf weg
Mit God of War Sons of Sparta landete ein überraschender Ableger im PlayStation Store, der Fans der legendären Schlachtreihe in die Jugendtage von Kratos entführt. Der zweidimensionale Seitenläufer kostet schlanke 30 Euro und verspricht spartanische Härte in pixeliger Optik. Doch während die Produktbeschreibung einen Koop-Modus ankündigt, herrscht bei vielen Spielern Verwirrung: Warum lässt sich diese Funktion nicht von Beginn an aktivieren? Sony Santa Monica hat mittlerweile Klarheit geschaffen – und erntet dafür gemischte Reaktionen. Wer gemeinsam mit einem Freund auf der Couch die Herausforderungen meistern möchte, muss erst einmal die gesamte Hauptgeschichte im Alleingang durchpflügen.
Freischaltbare Überraschung statt direktem Zugang
Das Studio hat in einer offiziellen Stellungnahme erklärt, dass der lokale Zweispieler-Modus erst nach Abschluss der Haupthandlung verfügbar wird. Dann öffnet sich ein Herausforderungsmodus, der entweder solo oder mit einem zweiten Spieler vor demselben Bildschirm bestritten werden kann. Diese Designentscheidung sollte offenbar als angenehme Überraschung dienen – eine Belohnung für all jene, die sich durch die Geschichte kämpfen. Allerdings fragen sich manche Spieler, weshalb diese Funktion nicht von Anfang an zugänglich ist. Gerade bei einem Titel, der als entspanntes Nebenprojekt beworben wird, wäre mehr Flexibilität wünschenswert gewesen. Die Tatsache, dass es sich ausschließlich um lokalen Koop handelt und eine Online-Variante vollständig fehlt, sorgt ebenfalls für hochgezogene Augenbrauen.
Spartanisches Training in zweidimensionaler Pracht
God of War Sons of Sparta entpuppt sich nicht als das vielfach gemutmaßte Metroidvania, sondern vielmehr als geradliniger Action-Seitenläufer. Du schlüpfst in die Rolle des jungen Kratos, der noch vor seiner Zeit als Ghost of Sparta unter dem gnadenlosen Regiment der spartanischen Ausbildung steht. An seiner Seite kämpft sein Bruder Deimos, und gemeinsam müssen sie sich gegen neuartige Gegner behaupten, die auf der griechischen Mythologie basieren. Entwickelt wurde das Spiel von Mega Cat Studios, einem kleinen Team, das bislang hauptsächlich durch Five Nights at Freddy’s: Into the Pit bekannt wurde. Anstelle der ikonischen Klingen des Chaos schwingst du Speer und Schild, ergänzt durch mystische Artefakte, die dir im Kampf zur Seite stehen.
Leidenschaft mit begrenzten Mitteln
Die Entscheidung, auf Online-Koop zu verzichten, lässt sich möglicherweise mit den begrenzten Ressourcen erklären, die einem solchen Herzensprojekt zur Verfügung stehen. Sons of Sparta wurde während einer State-of-Play-Präsentation überraschend veröffentlicht und scheint eher als experimenteller Ausflug gedacht zu sein denn als vollwertiger Hauptteil der Reihe. Dennoch hätte eine klarere Kommunikation bezüglich der Koop-Funktionalität im Vorfeld einige Missverständnisse vermeiden können. Die Spielerbasis reagiert gespalten: Während einige die Herausforderung schätzen, zuerst die Story zu meistern, fühlen sich andere um eine zentrale Funktion betrogen, die bereits auf der Produktseite angepriesen wird.
Lange Wartezeit bis zum nächsten großen Auftritt
Wer auf ein klassisches God of War-Abenteuer im gewohnten Stil hofft, muss sich noch in Geduld üben. Sony Santa Monica kündigte zwar die God of War Trilogy Remake an, doch diese befindet sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Weitere Informationen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Bis dahin bleibt Sons of Sparta eine interessante Zwischenmahlzeit für Fans der Marke – mit spartanischer Härte, pixeliger Nostalgie und einem Koop-Modus, der sich erst verdient werden will. Ob diese Designentscheidung klug war oder doch eher für Unmut sorgt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

