Europäische Unterstützung für Moldau: Konsolidierung des EU-Kurses mit Merz, Macron und Tusk
In einem eindrucksvollen Schulterschluss haben der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der polnische Premierminister Donald Tusk die proeuropäische Regierung in Moldau demonstrativ unterstützt. Bei ihrem symbolträchtigen Besuch in Chisinau sprachen sie dem kleinen Land, das an die Ukraine grenzt, Zuspruch auf seinem Weg in die Europäische Union und bei der Abwehr russischer Destabilisierungstaktiken zu. Der Besuch fand nur einen Monat vor den Wahlen statt, bei denen prorussische Parteien versuchen, die derzeitige Regierung abzulösen.
Kanzler Merz hob hervor, dass Moldau geografisch und historisch ein Teil Europas sei und in der EU "von ganzem Herzen willkommen" sei. Der CDU-Vorsitzende lobte die "entschlossenen und erfolgreichen" Reformen, die das Land bereits realisiert habe. Gleichzeitig warf Merz dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, hybride Angriffe auf Moldau zu starten, um das Land zurück in seine Einflusssphäre zu ziehen.
Präsident Macron drängte Moldau zu weiteren Reformen und betonte, dass der EU-Beitritt eine historische Chance für Wohlstand und Sicherheit biete. Donald Tusk wiederum erklärte, dass ein EU-Beitritt Moldaus im Interesse ganz Europas liege, da die Sicherheit der EU untrennbar mit einem unabhängigen Moldau verbunden sei.
Präsidentin Maia Sandu von Moldau, eine starke Verfechterin des EU-Beitritts, betonte, dass es keine Alternative zu Europa gebe. Sie warnte vor russischer Einflussnahme auf die bevorstehenden Parlamentswahlen und verwies auf Desinformationskampagnen und organisierte Proteste.
Der Besuch fand am 34. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Moldaus statt, einem Land, das trotz seiner proeuropäischen Haltung mit wirtschaftlichen Herausforderungen und prorussischen Kräften konfrontiert ist.

