Europäische Staatsoberhäupter zeigen Solidarität mit Moldau
Am 34. Jahrestag der Unabhängigkeit Moldaus demonstrieren Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk ihre Unterstützung für die Republik Moldau. Sie besuchen das Land, das an die Ukraine grenzt, vor den bevorstehenden Parlamentswahlen im September. Mit ihrem Besuch wollen sie Staatspräsidentin Maia Sandu sowie die proeuropäische Regierung stärken und ein Zeichen der Unterstützung setzen. Seit dem Jahr 2022 ist Moldau, wie auch die Ukraine, offizieller EU-Beitrittskandidat.
Moldau zählt zu den ärmsten Nationen Europas und kämpft mit inneren Spannungen zwischen proeuropäischen und prorussischen Kräften. Die seit den 1990er Jahren in der abtrünnigen Region Transnistrien stationierten russischen Truppen tragen zusätzlich zur Komplexität der Lage bei. Die moldauische Regierung bezichtigt Russland gezielter Destabilisierung und Verbreitung von Desinformationen. Diese Spannungen werden in den voranschreitenden Wahlkampf getragen, da vier russlandaffine Oppositionsparteien einen Wahlblock bilden wollen.
Bei einem Abendessen mit Präsidentin Sandu und den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag werden Merz, Macron und Tusk sprechen. Auch eine gemeinsame Pressekonferenz ist geplant, bei der die Staatsoberhäupter ihre Positionen und Perspektiven darlegen.

