Europäische Einigkeit vor Alaskas Gipfeltreffen: Kanzlerampel steht
Die jüngste Telefonschalte europäischer Vertretungen mit US-Präsident Donald Trump vor dem bevorstehenden Gipfeltreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska wird von der Bundesregierung als Symbol europäischer Geschlossenheit betrachtet. In den letzten Tagen sei aus Washington immer wieder der Wunsch vernommen worden, die Erwartungshaltung der Europäer an die Gespräche im nördlichsten US-Bundesstaat zu erfragen, verlautet aus deutschen Regierungskreisen. Den europäischen Teilnehmern gelang es, eine kohärente und prägnante Antwort auf die Fragen der US-Seite zu formulieren.
Eine Übereinkunft mit Trump sieht vor, dass dieser die Europäer nach dem Treffen mit Putin umfassend unterrichten wird. Zunächst solle der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj informiert werden, danach an Freitagnacht oder Samstagvormittag die europäische Kerngruppe, der auch Deutschland angehört. Die Bundesregierung verschreibt sich dem Ziel, diese europäisch-ukrainische Allianz eng zu koordinieren, um bei Bekanntwerden der Ergebnisse aus Anchorage zügig, klar und entschlossen reagieren zu können.
Besondere Anerkennung fand der Auftritt von US-Vizepräsident JD Vance, der bei seinem Beitrag in einem virtuellen Treffen der sogenannten Koalition der Willigen für seine konstruktive Haltung gelobt wurde. An der Besprechung, die im Anschluss an das Treffen mit Trump stattfand, nahmen rund 20 Staats- und Regierungschefs teil, darunter auch Vertreter aus Japan, Kanada und Australien. Vance präsentierte die US-Position eloquent und vermittelte deutliches Interesse an einer offenen Kommunikation seitens der Europäer. Er betonte die Bedeutung, dass Verhandlungen ohne die Einbeziehung der Europäer oder der Ukraine unakzeptabel seien.

