Eurokurs stabilisiert sich: Positive Signale aus dem Ifo-Geschäftsklima
Am Montag konnte der Euro leichte Kursgewinne verzeichnen. Gegen Nachmittag notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1641 US-Dollar, nachdem sie zuvor am Morgen noch schwächer gehandelt wurde. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs mit 1,1640 (Freitag: 1,1612) festgelegt, wodurch der US-Dollar nun mit 0,8591 (0,8611) Euro bewertet wird.
Die Kursbewegungen blieben jedoch geringfügig und wurden durch wirtschaftliche Daten aus Deutschland kaum beeinflusst. Das Ifo-Geschäftsklima zeigte sich im Oktober wider Erwarten verbessert, da die Prognosen der Unternehmen eine positive Tendenz aufweisen. Im Gegensatz dazu bewerteten die Befragten die gegenwärtige Lage etwas schlechter.
Laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, könnte das geplante Fiskalpaket ab Anfang nächsten Jahres der Wirtschaft einen Impuls geben, was bei einem Beitrag von fast einem Prozent zum Bruttoinlandsprodukt kaum zu übersehen sein werde. Dennoch äußert sich Krämer skeptisch über die langfristigen Wachstumsaussichten, die mangels Reformen lediglich ein kurzlebiges Aufflackern darstellen könnten.
Im Vorfeld eines Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping wurden Fortschritte im Handelskonflikt erzielt, was auf eine vorläufige Einigung hindeutet. Anleger agieren am Devisenmarkt jedoch vorsichtig und warten auf wichtige geldpolitische Entscheidungen. Diese werden in der laufenden Woche von der EZB und der US-Notenbank Fed erwartet.
Der argentinische Peso verzeichnete nach dem Wahlsieg des liberalen Präsidenten Javier Milei gegenüber allen wichtigen Währungen erhebliche Gewinne. Mileis Partei La Libertad Avanza triumphierte überraschend bei den Kongresswahlen, was als Mandat gesehen werden könnte, seinen radikalen Reformkurs fortzusetzen. Das Wahlergebnis trug zur Beruhigung der Anleger bei. Eine vorherige Währungstauschvereinbarung in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar mit der US-Regierung unter Präsident Trump hatte bereits für zusätzliche Liquidität gesorgt.
Die EZB bestimmte die Referenzkurse für den Euro gegenüber anderen wichtigen Währungen neu: 0,87210 (0,87260) britische Pfund, 177,93 (177,55) japanische Yen und 0,9264 (0,9248) Schweizer Franken. Der Goldpreis zeigte sich unverändert schwach, die Feinunze (rund 31,1 Gramm) sank auf 3.987 Dollar, etwa 123 Dollar weniger als am Freitag.

