Eurokurs bleibt vor geldpolitischen Entscheidungen stabil
Am Donnerstag zeigte sich der Eurokurs unbeeindruckt vor den bevorstehenden geldpolitischen Signalen aus den USA und der Eurozone. Nachdem die Gemeinschaftswährung kurzzeitig auf ein Tagestief von 1,1684 US-Dollar fiel, stabilisierte sie sich wieder knapp unter der Marke von 1,17 US-Dollar, was einem Niveau in der Nähe des Vorabends entspricht.
Im Verlauf des Tages liegt das Augenmerk der Anleger insbesondere auf der Geldpolitik. Erwartungsgemäß wird die Europäische Zentralbank (EZB) am frühen Nachmittag ihre Leitzinsen unverändert lassen. Spannender jedoch dürften die neuen Prognosen der EZB zur wirtschaftlichen Entwicklung und Preisgestaltung sein. Weitere Einblicke in die zukünftige Geldpolitik könnten durch die Ausführungen der EZB-Präsidentin Christine Lagarde während der nachfolgenden Pressekonferenz gewonnen werden.
Auch die US-amerikanischen Inflationsdaten für August spielen eine entscheidende Rolle für die Märkte. Diese werden ebenfalls am Nachmittag mit Spannung erwartet. Laut einem Marktkommentar der Dekabank könnten die US-Verbraucherpreise das entscheidende Puzzlestück für den Zinsentscheid der Federal Reserve (Fed) am kommenden Mittwoch darstellen. Fällt die Inflationsrate in den USA schwächer als prognostiziert aus, könnte dies die Spekulationen auf eine deutliche Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte anheizen. Analysten gehen derzeit von einem Anstieg der Inflationsrate von 2,7 auf 2,9 Prozent aus, während die Kerninflationsrate, die Energie- und Lebensmittelpreise herausrechnet, konstant bei 3,1 Prozent bleiben soll.

