Euro zeigt zaghaften Rückschritt – Aber dennoch eindrucksvoller Wochengewinn
In einem leichten Abwärtsschritt hat der Euro am Freitag etwas an Boden verloren. Der Morgenstart sah die Gemeinschaftswährung bei 1,1689 US-Dollar, leicht unter dem Vortageswert. Dies ist bemerkenswert, da der Euro am Vortag auf 1,1744 Dollar gestiegen war und damit den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreichte.
Trotz des leichten Rückgangs kann der Euro auf eine erfolgreiche Woche zurückblicken, in der er rund zwei Prozent an Wert zulegte. Die Hintergründe für diesen Kursgewinn sind vielfältig: Eine vermehrte Risikobereitschaft der Investoren nach einem Waffenstillstand im Nahen Osten sowie Spekulationen über möglicherweise sinkende US-Zinsen. Hinweise auf eine potenzielle Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed haben den Dollar geschwächt und verliehen dem Euro Rückenwind.
Analysten, unter anderem von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), sehen eine Dollar-Schwäche, befeuert durch Spekulationen über einen möglichen Führungswechsel bei der Fed. Berichten zufolge erwägt US-Präsident Donald Trump bereits in naher Zukunft einen neuen Kandidaten für die Nachfolge von Jerome Powell als Fed-Chef zu benennen, obwohl dessen Amtszeit erst 2026 enden würde.
Volkmar Baur, ein Devisenexperte der Commerzbank, kommentierte die Kursbewegung mit Anerkennung. Er hob hervor, dass der Euro seit Jahresbeginn bemerkenswerte 13 Prozent im Wert gestiegen ist – ein Zeichen der Stärke in einem volatilen Marktumfeld.

