Euro weiter unter Druck, Hoffnung auf ZEW-Stimmungsaufschwung

Der Euro zeigt sich gegenüber dem US-Dollar erneut abgeschwächt. Am Vormittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1837 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich auf 1,1829 Dollar gefallen war - der niedrigste Stand seit über einer Woche. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs kürzlich auf 1,1855 Dollar festgesetzt, was eine weitere leichte Abwärtsbewegung gegenüber dem vorherigen Kurs von Freitag (1,1862 Dollar) darstellt.
Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sehen das technische Marktbild des Euros derzeit eingetrübt. Trotzdem besteht die Aussicht auf einen späten Vormittagsimpuls durch die Ergebnisse der Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Finanzanalysten und Vermögensmanager, die vom ZEW befragt wurden, könnten die positiven Entwicklungen der deutschen Industrieaufträge noch im Gedächtnis haben. Sollte der ZEW-Erwartungssaldo eine Verbesserung zeigen, könnten Höchstwerte wie im Frühjahr 2021 erreicht werden.
Auf der britischen Insel gerät das Pfund aufgrund von Arbeitsmarktdaten und dem Lohnwachstum unter Druck. Eine überraschend deutliche Abschwächung im Lohnwachstum und ein Anstieg der Arbeitslosenquote haben die Erwartungen auf zeitnahe Zinssenkungen durch die Bank of England geschürt. Die Finanzmarktakteure gehen davon aus, dass die Zentralbank den Leitzins dieses Jahr gleich zweimal senken könnte, um die Wirtschaft zu stimulieren.

