Euro unter Druck: Schwache Konjunkturdaten trüben Geschäftsaussichten
Der Euro geriet am Mittwoch durch unerwartet schwache deutsche Konjunkturdaten unter Druck. Im New Yorker Handel notierte die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1732 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1756 US-Dollar festgesetzt, was einen Dollar-Wert von 0,8506 Euro bedeutete.
Das Ifo-Geschäftsklima, ein wichtiger Frühindikator für die deutsche Wirtschaft, zeigte im September eine Verschlechterung an. Entgegen den Erwartungen vieler Volkswirte, die mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten, bewerteten die Unternehmen sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Zukunftsaussichten negativer.
'Die Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung erleidet einen Dämpfer', erklärte Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts. Der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, äußerte, dass die Industrie durch Zolleffekte und verstärkte Konkurrenz aus China unter Druck stehe. 'Die Aufschwungshoffnungen der angekündigten Wirtschaftsreformen sind verpufft', so Kater. Während die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der EZB momentan noch zurückhaltend sind, könnten sie durch die jüngsten Ifo-Daten gestärkt werden, was nach Einschätzung der Helaba den Euro zusätzlich belastet.

