Euro unter Druck: Politische Turbulenzen in Frankreich und erwartete Zinsentscheidungen
Der Euro hat seine Gewinne des Vortages verloren und notiert mit einem Kurs von 1,1706 US-Dollar. Während die politische Krise in Frankreich, insbesondere der Rücktritt von Premier François Bayrou, die Finanzmärkte kaum erschüttert, sind die Blicke der Anleger hauptsächlich auf die bevorstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) gerichtet.
Die EZB legte den Referenzkurs des Euro bei 1,1744 US-Dollar fest und signalisierte damit nur geringe Schwankungen. Präsident Emmanuel Macron hat unterdessen Sébastien Lecornu als neuen Premierminister ernannt. Doch die Märkte reagierten auf den politischen Wechsel gelassen, da sie im Bayrou-Sturz keine systematische Bedrohung für die Eurozone sehen. Der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, betonte, dass die Instrumente der EZB Stabilität gewährleisten.
Gleichzeitig richten sich die Augen auf die kommende Zinsentscheidung der US-Notenbank. Rezente Berichte, die auf eine schwächere Beschäftigungsdynamik in den USA hindeuten, schüren Erwartungen an eine bevorstehende Zinssenkung. In den letzten zwölf Monaten bis März 2025 ist das Beschäftigungswachstum um 911.000 geringer als ursprünglich gedacht – ein deutlicher Rückschlag, der an den Marktprognosen rüttelt und Erwartungen an geldpolitische Lockerungen erhöht.

