Euro unter Druck: Inflationsdaten und Zinserwartungen im Fokus
Der Euro geriet am Dienstag nach einer Phase der Stärke wieder unter Druck, wobei er am Vormittag auf 1,1664 US-Dollar fiel – etwa einem halben Cent weniger als am Vortag. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die anstehenden europäischen Inflationsdaten für August. Marktbeobachter erwarten einen leichten Anstieg der Jahresrate auf 2,1 Prozent. Die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen werteten dies als keine ausreichende Grundlage für Spekulationen über Zinssenkungen seitens der Europäischen Zentralbank.
Auf der anderen Seite des Atlantiks spekuliert der Markt hingegen stark auf eine bevorstehende Zinssenkung der US-Notenbank. Die entscheidende Frage bleibt, wie sich die US-Wirtschaftsdaten in den nächsten Wochen entwickeln werden, ohne die Erwartungen an eine Zinssenkung zu dämpfen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes eröffnet das Datenfeuerwerk, wobei Analysten von einem kaum veränderten Resultat ausgehen, das wiederum unter der Expansionsschwelle bleiben dürfte. Solch ein Ergebnis würde die Vorfreude auf eine Zinssenkung nicht mindern, insbesondere da der monatliche Arbeitsmarktbericht sowie die Inflationsdaten aus den USA in den kommenden Tagen erwartet werden.
Um die Hoffnungen auf eine Zinssenkung noch zu durchkreuzen, müssten diese Zahlen stark von den Erwartungen abweichen.

