Euro trotzt widrigen Konjunkturdaten – Wechselkurs stabilisiert sich
Der Euro konnte am Donnerstag trotz einer Reihe widriger Wirtschaftsdaten in den USA und Deutschland weitgehend stabil bleiben. Nach einer leichten Abschwächung kostete die europäische Gemeinschaftswährung am Nachmittag 1,1639 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,1643 Dollar festgesetzt. Der Dollarpreis notierte bei 0,8588 Euro. Ausschlaggebend für die Kursentwicklung waren erneut enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Der jüngste Arbeitsmarktbericht war schwächer als erwartet, und die neuen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe deuten ebenfalls auf eine anhaltende Schwäche hin. Diese Entwicklungen befeuern die Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed bald eine Zinssenkung in Betracht ziehen könnte. Währenddessen hatten schwache Wirtschaftsdaten aus Deutschland am Donnerstagmorgen kaum Auswirkungen auf den Euro. Die Auftragseingänge und Produktionszahlen der Industrie blieben hinter den Erwartungen zurück, was die Sorge um eine schleppende Erholung verstärkt. Trotz expansiver Geldpolitik und beachtlicher Staatsausgaben bleibt die Unsicherheit im internationalen Handel sowie strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel, Bürokratie und hohe Energiekosten ein Hemmschuh für Deutschland. Der Schweizer Franken geriet unterdessen unter Druck, insbesondere aufgrund hoher US-Zölle, die seit Donnerstag für die Schweiz gelten. Die Verhandlungen in Washington blieben erfolglos, was die Sorge um Arbeitsplatzverluste im eigenen Land zusätzlich erhöht. Die Referenzkurse der EZB legten den Euro zu anderen wichtigen Währungen am Donnerstag auf 0,86730 britische Pfund, 171,60 japanische Yen und 0,9413 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis stieg leicht an und notierte in London bei 3.382 Dollar je Feinunze, was einem Anstieg von 13 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht.

