Euro trotzt US-Inflationsdaten mit stabiler Performance

Der Eurokurs zeigte sich am Freitag bemerkenswert unbeeindruckt von den veröffentlichten Januar-Inflationsdaten aus den USA, die eine deutlich abgeschwächte Teuerungsrate zeigten. Im Handel in New York notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1869 Dollar und bewahrte damit ihre Stabilität. Der von der Europäischen Zentralbank festgelegte Referenzkurs setzte sich leicht niedriger als am Vortag bei 1,1862 Dollar fest, wodurch der US-Dollar 0,8430 Euro wert war.
Die Inflationsrate in den USA verringerte sich überraschend deutlich mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von 2,4 Prozent verglichen mit 2,7 Prozent im Dezember. Ökonomen hatten mit einem Rückgang gerechnet, der jedoch mit durchschnittlich 2,5 Prozent höher prognostiziert worden war. Kurzzeitig konnte der Euro durch die Nachrichten Gewinne bis zu 1,1885 Dollar verbuchen, diese wurden jedoch teils wieder abgegeben.
Ökonomen erwarten noch keine sofortigen Zinssatzsenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, hob hervor, dass die robuste US-Wirtschaft und die nach wie vor über dem Fed-Ziel von zwei Prozent liegende Inflationsrate keinen akuten Handlungsbedarf für Zinssenkungen andeuten.

