Euro trotzt Ungewissheit in Erwartung der Fed-Entscheidung
Der Euro hat sich am Mittwoch in einer angespannten Marktstimmung weitgehend stabil gezeigt, während Investoren gebannt auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed blicken. Mit einem Kurs von 1,1638 US-Dollar am Nachmittag verharrte die Gemeinschaftswährung nahe dem Stand vom Morgen, und die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs bei 1,1634 Dollar fest. Dies führte zu einem leichten Anstieg des Dollarkurses auf 0,8595 Euro.
Das Augenmerk der Marktteilnehmer richtet sich dabei fest auf den Abend, an dem eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte als wahrscheinlich angenommen wird. Dennoch sind die geldpolitischen Rahmenbedingungen herausfordernd, da der teilweise Regierungsstillstand in den USA die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten verhindert hat. Dies führt zu Unsicherheiten über den wirtschaftlichen Zustand der USA, besonders hinsichtlich der Inflation und der Arbeitsmarktlage, die beide entscheidend für die Fed-Politik sind.
Des Weiteren sieht sich die Notenbank mit politischem Druck aus dem Weißen Haus konfrontiert, das auf umfassende Zinssenkungen drängt. Eine Analyse der Landesbank Hessen-Thüringen hebt hervor, dass die Fed gegen diese Einflussversuche ankämpfen muss. Der Unmut unter den FOMC-Mitgliedern selbst ist nicht zu übersehen; ein Bericht der Commerzbank stellt dar, dass Uneinigkeit innerhalb der Fed selten so stark ausgeprägt war, was durch das Protokoll der letzten Zinssitzung und jüngste Kommentare verdeutlicht wurde.
Die EZB hat zudem andere Referenzkurse festgelegt: Der Euro notierte bei 0,8741 britischen Pfund, 182,32 japanischen Yen und 0,9356 Schweizer Franken. Auf dem Rohstoffmarkt zeigte sich die Feinunze Gold mit einem Rückgang von 15 Dollar, zuletzt auf 4.192 Dollar, was die Stimmung im Markt weiter verdeutlicht.

