Euro trotzt Grönland-Turbulenzen: Währungsplus trotz Handelsstreitigkeiten
Der Euro zeigte sich zu Wochenbeginn stabil und legte gegenüber dem US-Dollar trotz der Spannungen im Grönland-Konflikt zu. Während der Dollar im gesamten Handel mit namhaften Währungen schwächelte, kletterte der Euro auf 1,1631 US-Dollar, ein leichtes Plus gegenüber dem Kurs vom vorherigen Freitag.
Thu Lan Nguyen, eine angesehene Devisenanalystin der Commerzbank, äußerte sich besorgt und verweist darauf, dass die Alarmglocken für den Dollar schrillen. Sie warnt vor der Möglichkeit, dass die US-Regierung in ihrem Vorgehen eine kritische Grenze überschreiten könnte. Sollten die Handelspartner sich nicht mehr unter Druck setzen lassen wollen, könnten Gegenschläge im Handelssektor folgen.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, bestätigt, dass der Grönland-Streit offenkundig mache, dass die Handelskonflikte bei weitem nicht beigelegt seien. Trotz moderater Auswirkungen der bisher verhängten Zölle auf die US-Wirtschaft und jüngster Konjunkturüberraschungen in Deutschland mahnt der Konflikt zur Vorsicht. Er betont, dass die weltwirtschaftliche Stabilität derzeit fragil sei.
Ebenso präsentieren sich die Experten der Dekabank optimistisch und plädieren für eine Verhandlungslösung im Grönland-Streit. In den kommenden zwei Wochen, bis zum 1. Februar, erwartet man intensive Gespräche und hält es für möglich, dass die ursprünglich gesetzte Frist verlängert wird, um letztlich eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen.

