Euro trotzt anfänglichen Verlusten und stabilisiert sich
Am Ende des Handelstages zeigte der Euro trotz anfänglicher Schwächen eine positive Entwicklung. Angetrieben von schwachen Konjunkturdaten aus den USA, konnte sich die gemeinsame europäische Währung erholen. Zuletzt wurde der Euro mit einem moderaten Anstieg bei 1,1697 US-Dollar gehandelt, was über dem Kurs des vorherigen Abends liegt. Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde auf 1,1658 Dollar festgelegt, ein Rückgang gegenüber dem Vortageskurs von 1,1676 Dollar. Der Umrechnungskurs für den Dollar lag somit bei 0,8578 Euro, verglichen mit 0,8565 Euro am Vortag.
Der Fokus lag zunächst auf den Preisdaten der Eurozone. In Frankreich und Spanien zeigten sich die Inflationsraten für August schwächer als erwartet. Besonders in Frankreich war der Rückgang mit 0,8 Prozent überraschend niedrig, während die Teuerungsrate in Spanien bei stabilen 2,7 Prozent verharrte. Entgegen den Erwartungen der Analysten kam es dort nicht zu einem Anstieg.
Deutschland verzeichnete im August eine stärkere Verteuerung der Lebenshaltungskosten, mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, erklärte, dass ein spürbarer Rückgang der Inflationsrate vorerst nicht zu erwarten sei. Die Kerninflationsrate, die schwankende Preise wie Nahrungsmittel und Energie ausschließt, halte an. Der preisdämpfende Effekt der Energiepreise lasse nach, und die Lebensmittelpreise könnten tendenziell wieder steigen.
In den USA trübte sich die Verbraucherstimmung im August stärker ein als erwartet, wie aus dem Konsumklimaindex der Universität Michigan hervorgeht. Die Anschaffungsbedingungen für langlebige Güter erreichten den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Die Leiterin der Umfrage, Joanne Hsu, bemerkte eine Verschlechterung der persönlichen Finanzlage der Verbraucher aufgrund steigender Sorgen um hohe Preise.
Zusätzlich legte die EZB die Referenzkurse für den Euro bei 0,86680 britischen Pfund, 171,72 japanischen Yen und 0,9364 Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg am Nachmittag in London auf 3.446 Dollar, was einem Zuwachs von 29 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

