Euro kurs nahezu stabil – Gelassenheit trotz Inflationszahlen
Der Euro zeigte sich am Mittwoch von seiner stabilen Seite und verharrte annähernd unverändert bei einem Kurs von 1,1649 US-Dollar. Diese leichte Kursbewegung stellte im Vergleich zum Vorabend einen geringen Anstieg dar. Weder die jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone noch aus den USA konnten bis dato für nennenswerte Schwankungen sorgen.
Michael Pfister, Devisen-Experte der Commerzbank, kommentierte die Lage mit einem Hauch von Enttäuschung. "Das vermeintliche Highlight der Woche, die US-Inflationszahlen, erwies sich als weniger spektakulär als angenommen", bemerkte er und merkte an, dass die Datenerhebung im Kontext des Shutdowns weiterhin Herausforderungen bereiten könnte. Dennoch zeichnet sich allmählich ab, dass die Inflation, trotz der bestehenden Zollpolitik, nicht das befürchtete Niveau erreicht.
Blickt man in die Zukunft, so erscheint ein schwächerer Dollar im Bereich des Möglichen. Zwar überschreiten die US-Inflationszahlen noch das Ziel der Fed, allerdings bleibt der Abstand moderater als ursprünglich gedacht. Diese Entwicklung könnte im Laufe des Jahres den Weg für weitere Zinssenkungen seitens der Fed ebnen.
Am heutigen Mittwoch lenken sich die Augen der Finanzwelt erneut auf die Vereinigten Staaten. Während Donald Trump stets für unerwartete Wendungen sorgen kann, bestimmen vor allem die anstehenden Wirtschaftsdaten die Agenda. Im Mittelpunkt stehen die Einzelhandelsumsätze für November, während am Abend das "Beige Book", der fortlaufende Wirtschaftsbericht der Fed, erwartet wird.

