Euro in Erholungsphase – Devisenmarkt im Zeichen globaler Spannungen
Der Euro zeigt sich zu Wochenbeginn von seiner freundlichen Seite und kann leichte Kursgewinne verzeichnen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1424 US-Dollar gehandelt, nachdem sie am Morgen noch knapp unter der Marke von 1,14 notierte. Damit setzt sich der Euro von den Verlusten des vergangenen Freitags ab, welche durch positive Arbeitsmarktdaten aus den USA den Dollar unterstützten.
Die Blicke der Marktteilnehmer richten sich derweil gespannt auf die anstehenden Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China, die am heutigen Montag in London erwartet werden. Vertreter beider Wirtschafts-Supermächte treffen aufeinander, um die angespannte Situation zu entschärfen, die das wirtschaftliche Wachstum belastet. Wichtige Konjunkturdaten bleiben sowohl in der Eurozone als auch in den USA an diesem Tag aus.
Spannung kommt jedoch aus Japan, wo der Yen gegenüber Dollar und Euro an Wert gewonnen hat. Grund dafür ist die jüngste Veröffentlichung des japanischen Bruttoinlandsprodukts. Trotz eines Rückgangs des BIP um 0,2 Prozent im ersten Quartal, fiel das Ergebnis weniger dramatisch aus als noch Mitte Mai angenommen. Der schwächelnde Außenhandel bleibt jedoch der Hauptverantwortliche für die negative Entwicklung.

