Euro im Aufwind: US-Arbeitsmarktdaten belasten den Dollar
Der europäische Währungsmarkt zeigt sich robust: Am Donnerstag setzte der Euro seine Aufwärtsbewegung fort und erreichte gegenüber dem US-Dollar am Nachmittag einen Wert von 1,1759 US-Dollar – ein neuer Höchststand seit Anfang Oktober. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,1714 Dollar fest, während der Dollar für 0,8536 Euro gehandelt wurde.
Die Schwäche des Dollars ist auf unerwartet schlechte Nachrichten aus den USA zurückzuführen: Die jüngsten Arbeitsmarktdaten offenbarten einen überraschend starken Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, so wie man es zuletzt im März 2020, zu Beginn der Pandemie, gesehen hatte. Obwohl das Niveau der Vorwoche das niedrigste seit über drei Jahren war, sorgten diese neuen Zahlen für Unsicherheit und belasteten die US-Währung.
Die Federal Reserve hatte einen Tag zuvor die Senkung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte verkündet, begründet durch anhaltende Risiken im Arbeitsmarkt. Obwohl Notenbankchef Jerome Powell eine mögliche Pause bei weiteren Zinssenkungen andeutete, steht der Dollar unter Druck. Powell betonte, die unternommenen Schritte seien ausreichend, um den Arbeitsmarkt zu stützen und gleichzeitig die Inflation zu bekämpfen.
Für das kommende Jahr wird in den Projektionen der Fed eine Senkung um weitere 0,25 Punkte erwartet, auch wenn die Finanzmärkte zwei Senkungen einkalkulieren. Mit dem Ende von Powells Amtszeit im Mai und der bevorstehenden Ernennung von Kevin Hassett, einem Befürworter einer lockereren Geldpolitik, könnten sich die Aussichten jedoch ändern.
Die EZB setzte den Euro-Referenzkurs gegenüber anderen bedeutenden Währungen auf 0,8751 britische Pfund, 182,25 japanische Yen und 0,9333 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis zeigte sich ebenfalls in Bewegung: Eine Feinunze Gold verteuerte sich um 29 Dollar auf 4.258 Dollar.

