Euro im Aufwind: Dollar unter Druck nach Meldungen aus China

Der Euro hat am Montag einen signifikanten Sprung gemacht und notierte am Nachmittag bei einem Wert von bis zu 1,1906 US-Dollar. Dies markiert den höchsten Stand der europäischen Gemeinschaftswährung seit Ende Januar. Die Europäische Zentralbank hat den Referenzkurs für den Euro auf 1,1886 US-Dollar festgelegt, während der Dollar einen Gegenwert von 0,8413 Euro hatte.
Ursache für den gedrückten Dollar war eine Meldung von Bloomberg, die besagte, dass chinesische Behörden ihre Banken angewiesen haben, weniger US-Staatsanleihen zu kaufen und bestehende Positionen zu verringern. Diese Zurückhaltung mindert die Nachfrage nach den als sicher geltenden US-Treasuries und belastet somit auch den Wert des Dollars. Stärkere Konjunkturdaten aus der Eurozone haben zudem den Euro unterstützt.
Der Konjunkturindikator von Sentix übertraf im Februar die Erwartungen und markierte damit bereits den dritten Anstieg in Folge. Sentix sieht nun in der Eurozone einsetzende Aufschwungtendenzen.
Nach einem entscheidenden Wahlsieg in Japan legte der Yen gegenüber dem Dollar zu. Die neue Ministerpräsidentin Sanae Takaichi führte die Liberaldemokraten zu einem historischen Sieg. Dieser Erfolg gibt der Regierung erheblichen Handlungsspielraum, was die Wirtschaftspolitik betrifft. Während Takaichi für expansive Maßnahmen zur Förderung der japanischen Exportwirtschaft eintritt, äußerte Finanzministerin Satsuki Katayama Bedenken über einen zu niedrigen Yen und intervenierte über die Bank of Japan.
Die Europäische Zentralbank legte zudem verschiedene Referenzkurse fest: Gegenüber dem britischen Pfund lag der Euro bei 0,87010, zum japanischen Yen bei 185,65 und zum Schweizer Franken bei 0,9150. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg zuletzt auf 5.030 Dollar, ein Plus von rund 67 Dollar im Vergleich zum Freitag.

