Euro hält sich stabil – Marktteilnehmer blicken auf US-Daten
Der Euro zeigte am Donnerstag Widerstandskraft und blieb nahezu unverändert bei einem Kurs von 1,1690 US-Dollar. Diese Stabilität folgte auf einen Wechsel der Taktik des US-Präsidenten Donald Trump im Konflikt um Grönland, der jedoch nur begrenzten Einfluss auf die Geschehnisse am Devisenmarkt hatte. Die entspannte Stimmung an den Finanzplätzen konnte den Euro ebenfalls nicht aus seiner Konsolidierungsphase herausführen.
Allem Anschein nach sollte sich Europa nicht zu früh über das Entspannungssignal freuen, rät Devisenspezialist Volkmar Baur von der Commerzbank. Er betont, dass die Einzelheiten der Einigung im Grönland-Konflikt weiterhin unklar seien. Selbst bei einer Einigung könnte die US-Regierung zukünftig erneut ein Thema aufgreifen, das das transatlantische Verhältnis belastet.
Der Fokus im Währungsmarkt wird sich im weiteren Verlauf des Tages vermehrt auf wirtschaftliche Kennzahlen richten. Am Nachmittag werden besonders die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA Beachtung finden. Darüber hinaus werden bedeutende Daten zu den persönlichen Einkommen sowie der Preisentwicklung in den Vereinigten Staaten erwartet.
Die Spezialisten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) betonen in ihrem Kommentar die Relevanz der Konsumausgaben-Daten und ihrer Deflatoren. Diese könnten erneut auf einen anhaltenden Inflationsdruck hindeuten, so die Vorhersage der Experten.

