Euro gibt leicht nach, Aufmerksamkeit richtet sich auf US-Arbeitsmarktbericht
Der Euro hat am Freitag bis zum Mittag leicht nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0780 US-Dollar und damit etwas weniger als am Abend zuvor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,0771 Dollar festgesetzt.
Am Vormittag verlief der Handel zwischen Euro und Dollar ruhig und ohne entscheidende Impulse. Die Marktteilnehmer richten nun ihre Aufmerksamkeit auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht aus den USA, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist von großer Bedeutung für die Geldpolitik der US-Zentralbank Fed, die in der Vergangenheit ihre Zinsen zur Inflationsbekämpfung deutlich erhöht hat. Allerdings hat die Fed seit dem Sommer keine weiteren Änderungen am Leitzins vorgenommen.
Für das kommende Jahr werden am Markt deutliche Zinssenkungen erwartet, da eine Konjunkturabschwächung prognostiziert wird. In der nächsten Woche wird die Fed zum letzten Mal in diesem Jahr über ihre Geldpolitik entscheiden. Es wird erwartet, dass die Zinsen vorerst stabil bleiben.
Der japanische Yen tendierte dagegen etwas schwächer. Am Vortag hatte er gegenüber Euro und Dollar noch deutlich zugelegt. Auslöser waren Bemerkungen der japanischen Notenbank, die als Hinweis auf baldige Zinsanhebungen interpretiert wurden. Am Freitag wurden jedoch schwache Wachstumsdaten veröffentlicht, die den fragilen Zustand der Konjunktur unterstreichen und eine geldpolitische Wende erschweren könnten. (eulerpool-AFX)

