Euro findet nach turbulenter Woche Stabilität zurück
Der Euro hat sich nach einer Woche voller Turbulenzen und Verlusten am Freitag stabilisiert und zeigte sich am Morgen mit 1,1567 US-Dollar leicht höher als am Vorabend. Dieses Aufatmen kam, nach einem Rückgang von rund zwei Cent im Laufe der Woche, nicht unerwartet. Experten sprechen von einer leichten Erholungsbewegung kurz vorm Wochenende, wobei eine starke US-Dollar-Nachfrage der Gemeinschaftswährung zugesetzt hatte.
Der Druck auf den Euro entstand durch politische Unsicherheiten in Frankreich, die nach dem Rücktritt des Premierministers Sébastien Lecornu aufkamen. Allerdings zeichnet sich mittlerweile ein Ausweg ab, und Präsident Emmanuel Macron könnte zeitnah einen Nachfolger für Lecornu benennen, um die politische Landschaft zu beruhigen. "Zum Glück konnte in Frankreich eine drohende Regierungskrise abgewendet werden", stellten Analysten der Helaba fest, die politische Entwicklungen als dominierende Faktoren für die Kursbewegungen der vergangenen Woche hervorheben.
Währenddessen traten Konjunkturdaten in den Hintergrund. Der Grund: Viele US-Konjunkturdaten konnten aufgrund eines Haushaltsstreits und eines daraus resultierenden Zwangsurlaubs in zahlreichen US-Behörden nicht bekannt gegeben werden. Dieses Fehlen wichtiger Wirtschaftsinformationen erschwerte eine präzise Prognose für den Eurokurs. Das bestätigt auch eine Einschätzung der Dekabank, die den anhaltenden US-Shutdown als Hindernis für Vorhersagen zur Euro-Entwicklung in der kommenden Woche bezeichnet.

