Euro erholt sich nach anfänglichen Verlusten – Geopolitik und Tech-Aktien im Fokus
Der Euro konnte nach einer Phase der Schwäche seine Verluste wettmachen. Nachdem die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich auf ein Tagestief von 1,1906 US-Dollar gesunken war, notierte sie zuletzt mit 1,1954 US-Dollar knapp über dem Stand des Vortages. Damit bewegt sich der Euro weiterhin in der Nähe seines Höchststandes seit 2021, der am Dienstag mit 1,2081 US-Dollar registriert wurde.
Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs zeitweise auf 1,1968 US-Dollar fest, nach 1,1974 US-Dollar am Mittwoch. Dies entspricht einem Wechselkurs von 0,8355 Euro pro Dollar. Anleger wurden durch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran aufgeschreckt. Der US-Außenminister Marco Rubio drohte mit einem präventiven militärischen Eingriff, sollten iranische Angriffe auf US-Einrichtungen gemeldet werden. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf richtete eine deutliche Warnung an US-Präsident Donald Trump bezüglich der Konsequenzen eines solchen Schrittes.
Erschüttert wurden die Finanzmärkte zusätzlich durch einen Rückgang der Microsoft-Aktien. Grund für die Unsicherheit waren gedämpfte Wachstumsaussichten beim Softwaregiganten, die neue Befürchtungen hinsichtlich der Investitionen in künstliche Intelligenz aufkommen ließen. Während der Dollar oft als sicherer Hafen in Zeiten der Unsicherheit gilt, beruhigte sich der US-Aktienmarkt nach der anfänglichen Aufregung wieder.
Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed hatte am Devisenmarkt keinen wesentlichen Einfluss hinterlassen. Die Federal Reserve hielt den Leitzins stabil in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent und gab keine neuen Signale für baldige Zinssenkungen. Die Experten der Dekabank schätzen die wirtschaftliche Lage der USA nun etwas optimistischer ein, insbesondere im Hinblick auf den Arbeitsmarkt, wie aus der Stellungnahme zur Zinsentscheidung hervorgeht.

