EU verzeichnet deutlichen Rückgang bei Asylanträgen
Die Zahl der Anträge auf internationalen Schutz innerhalb der EU hat im vergangenen Jahr einen signifikanten Rückgang erlebt. Laut einem vertraulichen Bericht der Europäischen Kommission, der den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie den Partnerländern Schweiz und Norwegen vorliegt, wurden bis Mitte Dezember rund 780.200 Anträge registriert. Diese Zahl stellt einen Rückgang von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Eine wesentliche Ursache für diese Entwicklung ist der Rückgang von Asylanträgen aus Syrien, wo seit dem Ende von Baschar al-Assads Herrschaft im Jahr 2024 Hoffnungen auf positive Veränderungen bestehen. Diese Informationen wurden zuerst von der "Welt am Sonntag" und anschließend auch von der Deutschen Presse-Agentur veröffentlicht.
Deutschland verzeichnete in diesem Kontext ebenfalls einen Rückgang. Laut Bundesinnenministerium reduzierten sich die Erstanträge im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 51 Prozent auf 113.236. Im Bericht der EU-Kommission, der sowohl Erst- als auch Folgeanträge umfasst, wurden in Deutschland insgesamt etwa 149.100 Anträge erfasst. Frankreich, Spanien und Italien folgen mit vergleichbaren Zahlen.
EU-Innenkommissar Magnus Brunner betonte kürzlich die Fortschritte in der europäischen Migrationspolitik: Die Reform des Migrations- und Asylrechts wurde konsequent vorangetrieben, was sich auch in einem signifikanten Rückgang illegaler Grenzübertritte seit 2023 widerspiegle.

