EU stoppt Milliardenstrafe gegen Google: Ein geopolitisches Tauziehen
Die EU-Kommission hat im letzten Moment auf die Verhängung einer Milliardenstrafe gegen Google verzichtet, was intern als Zeichen von Unsicherheit gewertet wird. Diese überraschende Entscheidung scheint weniger von rechtlichen Überlegungen inspiriert zu sein, sondern vielmehr von geopolitischen Spannungen, insbesondere den Beziehungen zu den USA unter Präsident Donald Trump.
Die Aufhebung der geplanten Strafmaßnahme wirft ein beunruhigendes Licht auf die Position Europas im globalen digitalen Wirtschaftskrieg. Kritiker bemängeln, dass die EU eine Chance versäumt hat, deutlich Stellung gegen das monopolistische Gebaren von Big Tech zu beziehen und gleichzeitig verbindliche europäische Rechtsnormen zu verteidigen.
Gleichzeitig stellt sich die drängende Frage, wie Europa in Zukunft auf die monopolistischen Strukturen der digitalen Giganten reagieren will. Ein breiterer multinationaler Widerstand könnte der Schlüssel sein. Europas Abhängigkeit von ausländischen digitalen Plattformen unterstreicht die Notwendigkeit massiver Investitionen in eigene Technologien, angefangen bei Cloud-Infrastrukturen über künstliche Intelligenz bis hin zu Halbleitertechnologien.

