EU muss eigene Beziehungen zu China für seltene Erden stärken
Die Europäische Union steht vor der Herausforderung, eigenständig stabile Beziehungen zu China in Bezug auf seltene Erden aufzubauen, betont Volker Treier, der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Dabei sei es essenziell, von der bisherigen Strategie, den USA zu folgen, abzurücken und eigene diplomatische Schritte zu unternehmen. Diese Ansicht äußerte Treier im Gespräch mit dem RBB-Inforadio. Im Kontext der Handelsspannungen zwischen den USA und China wurde Europa ungewollt in eine schwierige Lage gebracht, da die Exportkontrollen Chinas auf seltene Erden auch auf europäische Märkte Auswirkungen hatten. Dies verdeutlicht die Abhängigkeit der EU von chinesischen Lieferungen in diesem Bereich. Treier fordert daher dringend, gemeinsam mit China Maßnahmen zu erarbeiten, die diese Problematik angehen könnten.
Währenddessen vermeldete US-Präsident Donald Trump nach Gesprächen mit Chinas Präsident Xi Jinping Teilerfolge im Handelskonflikt, indem die Exportbarrieren auf seltene Erden zumindest temporär gelockert wurden. Diese Vereinbarung wurde für ein Jahr geschlossen, mit der Option auf Verlängerung. Weitere Details zu dem Abkommen blieben jedoch zunächst aus.

