EU-Kommission debattiert über mögliche CO2-Vorschriften für Unternehmensflotten
Die Europäische Kommission sieht sich derzeit mit Forderungen aus der Industrie konfrontiert, die CO2-Normen für Firmenfahrzeuge zu konkretisieren. Noch steht eine endgültige Entscheidung aus, doch die Kommission arbeitet intensiv an einer Folgenabschätzung, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Ein Sprecher der Behörde betonte, dass bisher keine politischen Entscheidungen getroffen wurden.
Die 'Bild am Sonntag' war mit einem Bericht hervorgetreten, wonach die EU-Kommission plane, ab 2030 nur noch den Kauf von Elektrofahrzeugen durch Mietwagenanbieter und Großunternehmen zu gestatten. Während ein offizieller Gesetzesvorschlag noch aussteht, ist bereits in einem im März veröffentlichten Dokument der Kommission angedeutet, dass bis zum Jahresende ein solcher Vorschlag zur Verringerung der Emissionen von Firmenfahrzeugen mit verschiedenen Technologien in Erwägung gezogen wird.
Jedoch stößt eine mögliche Verpflichtung für Elektroautos auf Widerstand. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) äußert Bedenken, und der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber spricht sich klar dagegen aus. Auch das Bundesverkehrsministerium lehnt die Idee strikt ab und hat seine Position bereits gegenüber Autoverleihern bekundet.
Die Entscheidung über eine mögliche Gesetzesänderung erfordert nicht nur die Einführung durch die EU-Kommission, sondern benötigt auch die Zustimmung des Europaparlaments und der EU-Mitgliedsstaaten. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Debatten in Brüssel entwickeln werden.

