EU-Haushaltsreform: Ein Schritt in die richtige Richtung mit Tücken
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, hat bemerkenswerte Pläne zur Reform des EU-Haushalts vorgestellt. Ihr Ziel ist es, den bestehenden Dschungel an komplexen Strukturen zu durchforsten und mehr Flexibilität in den billionenschweren Finanzrahmen zu bringen.
Diese Änderungen sollen insbesondere dazu dienen, die EU künftig besser auf unvorhersehbare Ereignisse wie Pandemien vorzubereiten. Der bisherige Finanzrahmen der EU gilt als starr und schwerfällig, mit Ausgabenposten, die über sieben Jahre im Voraus festgelegt sind.
Die vorgeschlagene Reform zielt darauf ab, diese Unbeweglichkeit zu durchbrechen und die Mittelverwendung anpassungsfähiger zu gestalten. Obwohl die grundsätzliche Richtung dieser Vorschläge positiv erscheint, bergen sie auch Herausforderungen.
Kritiker bemängeln, dass von der Leyen durch die Reformpläne noch mehr Macht in ihrer Institution konzentrieren könnte. Dies stößt naturgemäß auf Skepsis innerhalb der Europäischen Union.
Die Diskussion wird zeigen, ob die Vorteile der Flexibilität die Bedenken hinsichtlich der Machtkonzentration überwiegen können.

