EU-Fischereiminister beraten über Nordsee-Fangquoten
Die EU-Fischereiminister treffen sich ab Donnerstag, um über die zukünftigen Fangquoten für die Nordsee zu verhandeln. Eine Entscheidung wird frühestens am Freitag erwartet. Ziel der Verhandlungen ist es, Fangmengen festzulegen, die im Einklang mit den wissenschaftlichen Empfehlungen der EU-Kommission stehen. Diese Empfehlungen sollen sicherstellen, dass die Fischbestände in europäischen Gewässern nicht übermäßig beansprucht werden. Letztlich liegt die endgültige Entscheidung jedoch bei den Fischereiministern der EU-Staaten, wenn es um Bestände geht, die ausschließlich von EU-Ländern befischt werden.
Der Hintergrund dieser Quotenregelungen ist das besorgniserregende Bild, das viele europäische Bestände in den Meeren abgeben. Herausforderungen wie Überfischung, der Klimawandel und andere Umweltfaktoren belasten die Fischbestände zusehends. Bereits in diesem Jahr mussten Fischer in der Nordsee empfindliche Kürzungen hinnehmen.
So wurde die Fangmenge für Hering im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent auf rund 35.600 Tonnen herabgesetzt, während die Quote für Dorsch um 22 Prozent auf gut 1.700 Tonnen reduziert wurde. Bei den Makrelen fiel die Kürzung mit 32 Prozent noch deutlicher aus. Ein kleiner Lichtblick zeigt sich bei Scholle und Seelachs, wo die Minister im kommenden Jahr eine Anhebung um 11 Prozent beschlossen haben. Diese Entscheidung bietet den Fischern zumindest in diesem Segment etwas Entlastung für das kommende Jahr.

