Ethereum-Kursanalyse: Ist als nächstes 3.500 $ für ETH nach einem wöchentlichen Rückgang von 13 % zu erwarten?

Ethereum setzt seine Korrekturphase fort, nachdem es nicht gelungen ist, den Schwung über 4.200 $ beizubehalten. Die Marktstimmung bleibt vorsichtig, da ETH um 3.700 $ gehandelt wird und sowohl technisch als auch stimmungsmäßig Schwäche zeigt. Käufer verlieren scheinbar die Kontrolle und der Fokus richtet sich nun auf die wichtigen Unterstützungszonen darunter.
Technische Analyse
Von Shayan
Der Tageschart
Im Tageszeitraum hat ETH die langjährige aufsteigende Kanalstruktur und den 100-Tage gleitenden Durchschnitt bei etwa 4.100 $ nach unten durchbrochen. Der Preis bewegt sich derzeit in Richtung des 0,5 Fibonacci-Retracement-Levels bei 3.530 $. Dieses Gebiet ist ein kritischer Bereich, der zuvor als Unterstützung diente und die Basis der jüngsten Rallye im August darstellt.
Der RSI um 37 zeigt bärische Dynamik, hat aber noch nicht den überverkauften Bereich erreicht, was darauf hindeutet, dass mehr Abwärtspotenzial besteht. Ein klarer Durchbruch unter 3.500 $ könnte den Weg zum 0,618-Retracement-Level bei 3.200 $ öffnen, während eine Rückeroberung des letzten Preisniveaus um 4.200 $ das erste Zeichen einer Erholung wäre.
Der 4-Stunden-Chart
Der 4-Stunden-Chart zeigt deutlich einen bärischen Orderfluss, da der Abwärtstrend nach dem Verlust des Levels von 4.200 $ und dem Scheitern, es zurückzugewinnen, verstärkt wird. Die jüngste Ablehnung von dieser Zone hat eine Verschiebung der kurzfristigen Marktstruktur auf bärisch bestätigt.
Die Dynamik bleibt schwach, mit einem RSI nahe 33, was darauf hindeutet, dass Verkäufer weiterhin dominieren. Die nächste Nachfragesone liegt um 3.500–3.400 $, wo Käufer kürzlich während des massiven Liquidationsereignisses standgehalten haben. Ein Versäumnis, dieses Level zu halten, könnte die Bewegung zu 3.200 $ oder sogar 3.000 $ bei einem tieferen Rückgang beschleunigen.
Stimmungsanalyse
Long-Liquidationen
Der jüngste Rückgang von Ethereum löste einen bemerkenswerten Anstieg der Long-Liquidationen über alle Börsen hinweg aus und markierte eines der größten Deleveraging-Ereignisse in den letzten Monaten. Dieser Anstieg des erzwungenen Verkaufs spiegelt wider, wie zuversichtliche Long-Händler von der schnellen Umkehrung des Marktes überrascht wurden.
Historisch gesehen treten solche Liquidationsspitzen oft in der Nähe lokaler Tiefs auf, da gehebelte Positionen ausgeflossen werden. Das Ausmaß dieser jüngsten Bewegung deutet jedoch auf eine Panik unter Einzelhändlern hin, während Institutionen wahrscheinlich auf klarere Bestätigungen warten, bevor sie wieder einsteigen.
Insgesamt bleibt die Stimmung ängstlich und risikoscheu, wobei Händler vorsichtige Vorsicht über aggressive Long-Engagements auf kurze Sicht bevorzugen.

