Ethereum Foundation setzt Post-Quanten-Sicherheit als zentrale Priorität in der Protokoll-Roadmap für 2026

Die Ethereum Foundation hat angekündigt, dass Post-Quanten-Sicherheit und weitere Erhöhungen des Gas-Limits zentrale Bestandteile ihrer Protokoll-Roadmap für 2026 sein werden. Zudem wird die Entwicklungsarbeit in drei Hauptbereiche unterteilt: Skalierung, Benutzererfahrung und Layer-1-Sicherheit.
Dreigleisige Protokollüberarbeitung
Die Foundation erklärte, dass die nächste Phase von Ethereum darauf abzielt, die Netzwerkkapazität zu erweitern und gleichzeitig langfristige Sicherheit und Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten. Erhöhungen des Gas-Limits bleiben ein zentrales Ziel, nachdem es im vergangenen Jahr von 30 Millionen auf 60 Millionen gestiegen ist. Entwickler streben nun eine Erhöhung auf über 100 Millionen Gas pro Block an.
Die Bereitschaft für die Post-Quanten-Ära wurde als entscheidender Aspekt in verschiedenen Bereichen der Protokollentwicklung identifiziert, da die Fähigkeiten der Quantencomputer zunehmen. Die Foundation plant, ihre Protokollarbeit 2026 in drei Bereiche zu gliedern: Skalierung, Verbesserung der Benutzererfahrung und Stärkung des Layer 1.
Der Bereich „Skalierung“ kombiniert Arbeiten, die zuvor zwischen Layer-1-Ausführungsskalierung und Blob-Datenverfügbarkeit aufgeteilt waren. Dieser Bereich wird weitere Erhöhungen des Gas-Limits überwachen, unterstützt durch Client-Benchmarking und Block-Level-Zugriffslisten, sowie weitere Blob-Parametererhöhungen nach den jüngsten Upgrades. Zudem wird die Lieferung von Skalierungskomponenten für das Glamsterdam-Netzwerk-Upgrade vorangetrieben. Auch die Skalierung des Zustands wird weiterentwickelt, einschließlich kurzfristiger Neupreisgestaltung und Historienablauf sowie langfristiger Pläne für Zustandslosigkeit und neue Datenstrukturen.
Der Bereich „Verbesserung der Benutzererfahrung“ konzentriert sich auf Protokolländerungen, die die Interaktion der Nutzer mit Ethereum vereinfachen sollen. Der Fokus liegt auch auf nativer Kontoabstraktion und Interoperabilität. Aufbauend auf EIP-7702, das es externen Konten ermöglicht, vorübergehend Smart-Contract-Code auszuführen, arbeiten Entwickler daran, Smart-Contract-Wallets als Standard zu etablieren, ohne auf zusätzliche Infrastruktur angewiesen zu sein oder zusätzliche Gas-Kosten zu verursachen.
Die Foundation erklärte, dass diese Arbeit auch mit der Post-Quanten-Bereitschaft verknüpft ist, da die native Kontoabstraktion einen Weg bietet, von ECDSA-basierter Authentifizierung abzurücken. Die Bemühungen zur Verbesserung der Interoperabilität werden durch das Open Intents Framework fortgesetzt, zusätzlich zu Fortschritten bei schnelleren Layer-1-Bestätigungen und kürzeren Layer-2-Abwicklungszeiten.
Der Bereich „Stärkung des Layer 1“ führt einen speziellen Fokus auf die Bewahrung der Kerneigenschaften von Ethereum ein, während das Netzwerk skaliert. Dazu gehören Sicherheitsinitiativen wie Post-Quanten-Bereitschaft und Schutzmaßnahmen auf der Ausführungsebene, Forschung zur Zensurresistenz für Transaktionen und Blob-Daten sowie erweiterte Testinfrastrukturen zur Unterstützung einer schnelleren Upgrade-Kadenz. Die Foundation betonte, dass die Arbeit an Devnets, Testnets und Client-Interoperabilität entscheidend bleibt, da Protokolländerungen häufiger implementiert werden.
Ausblick
Das Glamsterdam-Upgrade ist für die erste Hälfte des Jahres 2026 geplant, wie aus dem Update der Ethereum Foundation hervorgeht. Zudem ist das Hegotá-Upgrade für später im Jahr vorgesehen. Diese Upgrades sollen höhere Gas-Limits, fortgesetzte Blob-Skalierung, verankerte Trennung von Vorschlagenden und Erbauern sowie weitere Fortschritte bei nativer Kontoabstraktion, Zensurresistenz und Post-Quanten-Sicherheit umfassen.

