ETF-Markt bleibt dynamisch: Edelmetalle und Versorger auf dem Vormarsch
Ein beständiges Treiben herrscht weiterhin auf den ETF-Märkten, und das Interesse der Anleger erlebt spannende Verschiebungen. Insbesondere Edelmetalle und der Versorgersektor genießen große Aufmerksamkeit, während die Gunst der US-Technologieaktien etwas nachzulassen scheint.
Holger Heinrich von der Baader Bank skizziert das gegenwärtige Marktgeschehen mit signifikant gestiegenen Umsätzen und einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Käufen und Verkäufen. Ivo Orlemann von der ICF Bank bestätigt diesen Trend. Auffällig ist, dass europäische und Emerging Markets-Aktien im Investorenfokus stehen, während sich das Interesse an US-Titeln etwas abgekühlt hat, wie Frank Mohr von Société Générale anmerkt.
Trotz der Verschiebungen bleibt der Kaufüberhang bei US-Indexfonds und globalen ETFs konstant, wenn auch in geringerem Umfang. Gefragt sind weiterhin der Amundi Prime All Country World, der Xtrackers MSCI World und der Xtrackers S&P 500 Equal Weight Score & Screened. Produkte mit breiter Streuung und ESG-Schwerpunkt bleiben ebenfalls populär.
Auf der Verkaufsseite machen US-Tech-Indexfonds wie der Invesco Nasdaq-100 ESG und der Amundi Nasdaq-100 vermehrt Platz. Der Trend geht hin zu Produkten, die von fallenden Kursen profitieren, darunter der Xtrackers S&P 500 Inverse Daily Swap. Ebenso verschiebt sich das Interesse bei Branchen-ETFs vom Technologie-Sektor zu den Versorgern, was durch starke Käufe des SPDR S&P U.S. Utilities Select Sector untermauert wird.
Der anhaltende Höhenflug bei Gold und Silber beflügelt weiterhin die Nachfrage nach entsprechenden Minenaktien, während der VanEck Rare Earth and Strategic Metals von steigendem Interesse profitiert. Der europäische Markt präsentiert ein ähnliches Bild, mit deutschen und eurozonenbezogenen Basisinvestments wie dem Deka DAX, die auf den Einkaufslisten stehen.
Ein wachsender Trend zeigt sich bei Emerging Markets-ETFs, mit besonderer Aufmerksamkeit für den Amundi MSCI Em Asia und den HSBC MSCI Emerging Markets. Insgesamt wird das Interesse an dieser Region als größer angesehen denn je.

