Eskalation an der israelisch-libanesischen Grenze nach Tötung eines Hamas-Anführers
Die Spannungen zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah haben sich nach der Tötung des Hamas-Anführers Saleh al-Aruri in Beirut weiter verschärft. Am Mittwoch kam es erneut zu Beschuss an der israelisch-libanesischen Grenze, wobei beide Seiten Raketenstarts verzeichneten. Israelische Soldaten griffen daraufhin die Orte des Beschusses an und attackierten die 'terroristische Infrastruktur der Hisbollah' im Libanon. Die Hisbollah wiederum gab bekannt, Ziele in Israel angegriffen zu haben.
Bereits in den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Konfrontationen zwischen Israel und der Hisbollah an der Grenze. Nach dem Gaza-Krieg im Oktober, der durch ein Hamas-Massaker ausgelöst wurde, eskalierte die Gewalt und es gab auf beiden Seiten Tote. Doch die Tötung des Hamas-Anführers Al-Aruri birgt nun die Gefahr einer weiteren Eskalation. Die Hisbollah gilt als einflussreicher und schlagkräftiger als die Hamas und wird zudem von Israels Erzfeind Iran unterstützt.
Al-Aruri kam am Dienstagabend bei einer Explosion in Beirut ums Leben. Die Hisbollah griff kurz darauf israelische Soldaten an, während die israelische Armee keine Stellungnahme zur Tötung Al-Aruris abgab. Die Hisbollah betonte jedoch, dass dieses Verbrechen nicht ungesühnt bleiben würde und dass sie 'den Finger am Abzug' habe. In der kommenden Nacht wird Hassan Nasrallah, der Chef der Hisbollah, eine seltene Rede halten. (eulerpool-AFX)

