Erschütterungen in Neapel: Wenn die Erde südlich tanzt
Ein beachtliches Erdbeben hat heute Neapel und seine Umgebung ordentlich durchgeschüttelt. Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) wurde die Region von einem Erdstoß der Stärke 4,6 heimgesucht – ein bemerkenswerter Wert, der seit langem nicht mehr erreicht wurde. Das Hauptbeben um 12:47 Uhr setzte eine Kette kleinerer, jedoch spürbarer Nachbeben in Gang, was die Ausmaße des „Erdbebenschwarms“ verdeutlicht.
Besonders betroffen war die Gemeinde Bacoli, etwa 20 Kilometer westlich von Neapel gelegen, wo die Bevölkerung in Panik auf die Straßen flüchtete. Auswirkungen auf die Infrastruktur blieben jedoch größtenteils begrenzt, wenngleich der Einsturz eines Bergrückens auf der Insel Pennata filmreife Schlagzeilen bot. Trotz dieses dramatischen Zwischenfalls blieben größere Schaden und ernsthafte Verletzungen aus.
Derweil stockte der Zugverkehr, da Trenitalia von erheblichen Verspätungen im Raum Neapel berichtete. Dieses natürliche Ereignis reiht sich in die turbulente Geschichte der Phlegräischen Felder ein – einem Gebiet bekannter vulkanischer Aktivität, das regelmäßig von der Erde durchrüttelt wird. Feriengäste auf der malerischen Insel Capri behielten dennoch die Ruhe, angesichts solcher seismologischen Kapriolen.

