Erosion der Demokratie: Pressefreiheit in den USA auf dem Prüfstand
In einer beunruhigenden Entwicklung für die Pressefreiheit zeigen sich in den USA autokratische Tendenzen, die bislang eher in weniger demokratischen Staaten verortet wurden. Was oft mit harmlos erscheinenden verbalen Attacken gegen politische Gegner beginnt, kann schnell zu einer umfassenden Strategie der Diskreditierung und Kontrolle ausarten. Diese beunruhigende Entwicklung sehen Beobachter derzeit unter der Führung von Donald Trump, der ungeniert damit beginnt, Schlüsselpositionen mit seinen Vertrauten zu besetzen, um eine ihm genehme Medienberichterstattung zu fördern.
Auch die Justiz bleibt von diesen Bestrebungen nicht unberührt, da vermeintliche Gegner verfolgt und kritische Stimmen zunehmend zum Schweigen gebracht werden. Besonders alarmierend ist der jüngste Vorstoß des Verteidigungsministeriums, demzufolge jegliche Berichterstattung einer genehmigungspflichtigen Vorabkontrolle unterliegen soll, andernfalls droht der Entzug der Akkreditierung. Diese Maßnahmen führen zu einer staatlich kontrollierten Berichterstattung und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Unabhängigkeit der Presse dar.
Die älteste Demokratie der Welt, bisher ein Vorbild für Pressefreiheit und demokratische Werte, sieht sich dadurch vor einer Zerreißprobe. Die Praxis, kritische Berichterstattung zu unterdrücken und stattdessen eine zensierte Informationspolitik zu etablieren, steht im krassen Gegensatz zu den Idealen demokratischer Regierungsführung. Taten wie diese erinnern eher an das Handeln von Diktatoren und stellen eine ernstzunehmende Gefahr für die Grundfesten der amerikanischen Demokratie dar.

