Erneuter Raketenschlag: Kritik am ukrainischen Militär wachsend
In einer weiteren Eskalation des andauernden Konflikts räumte das ukrainische Militär nach einem russischen Raketenschlag auf einen weit im Hinterland gelegenen Truppenübungsplatz in der Region Dnipropetrowsk Verluste ein. "Leider gibt es Tote und Verletzte", bestätigte die Führung der ukrainischen Heeresstreitkräfte über ihre sozialen Kanäle. Die Attacke, die bereits am Samstag stattfand, ließ die genauen Zahlen der Opfer im Unklaren.
Der im Exil lebende ehemalige Parlamentsabgeordnete Ihor Mossijtschuk berichtete, dass 32 Soldaten getötet und 153 verwundet wurden. Aus militärnahen Kreisen wurde bekannt, dass der Raketenschlag durch eine russische Observationsdrohne geleitet wurde, was zu scharfer Kritik an der Verteidigungsstrategie führte, da die Drohne unentdeckt blieb.
Heereschef Mychajlo Drapatyj äußerte sich zur Kritik an der mangelnden Flugabwehr mit deutlichen Worten. In einem Statement erklärte er, dass eine eingehende Untersuchung erfolgen werde, um Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Die Verantwortlichen müssten mit harten Strafen rechnen, versicherte er.
Seit mehr als drei Jahren wehrt sich die Ukraine gegen den russischen Angriff. Die Verluste und Beanspruchungen an der Front sind für die Ukraine aufgrund ihrer im Vergleich begrenzteren Ressourcen besonders schwerwiegend. Zudem sieht sich Kiew mit Herausforderungen bei der Rekrutierung neuer Truppen konfrontiert.

